Der schmächtige Mann mit dem Dosenbier

Eine kleine Weihnachtsgeschichte frei nach Hans Christian Andersen.

Es war entsetzlich kalt. Grauer Schneematsch lag auf den Straßen, und Kunstlicht löste bereits die Sonne ab, die irgendwo hinter der Wolkendecke unterging. Es war der letzte Abend im Jahre, Silvesterabend. In dieser taghell ausgeleuchteten Kälte ging auf dem Bürgersteig ein schmächtiger armer Mann mit bloßem Kopfe und löchrigen Socken an den Füßen. Er hatte wohl Schuhe angehabt, als er aus seinem Schlafsack gekrochen war, aber was konnte das helfen! Es waren sehr große Schuhe. Die hatte letzten Frühling jemand am Altkleidercontainer abgestellt, und er hatte sie mit den Schnürsenkeln über seinen Knöcheln festbinden müssen, so groß waren sie. Diese Schuhe hatte der Mann verloren, als er über die Straße eilte, während ein Sportwagen mit viel Getöse vorüberjagte. Die Schnürsenkel hatten sich gelöst. Der eine Schuh war nicht wieder aufzufinden, und mit dem anderen machte sich ein streunender Hund aus dem Staube, welcher daran wohl etwas Essbares gerochen hatte.

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Fotos aus Frankreich

Diese Fotos stammen von einer Pilgerreise durch die Bourgogne – ich hoffe, dass ich etwas von der besonderen Stimmung dieser Wanderung einfangen konnte 🙂

Jetzt auch auf Instagram: Reisefotos

Wie so viele andere Menschen kann ich es jetzt auch nicht mehr lassen, meine Reisefotos auf Instagram zu teilen. Damit ich wenigstens mir selbst vormachen kann, über diesem Trend zu stehen, gestalte ich das ganze aber als Parodie-Account mit kurzen Pseudo-Travel-Impression-Texten zu jedem Bild. So kann ich gleichzeitig meine Fotos veröffentlichen und mich über die Instagram-Fotokultur lustig machen. Ist Parodie nicht etwas Schönes?

https://www.instagram.com/weltgeschichten/

Neues Fragment: „Erleuchtung“

Erleuchtung

Ein Nachteil (der sich auch als Vorteil auslegen lässt) an solchen assoziationsreichen, schwammigen Titeln ist, dass man als Leser immer etwas anderes bekommt, als man sich selbst instinktiv gedacht hat. Ich wage zu behaupten, dass das Bild, um welches sich dieses Fragment dreht, absolut niemandem als Erstes zum Thema „Erleuchtung“ in den Sinn gekommen ist. Auch mir nicht, da ich selbst eine andere Vorstellung von Erleuchtung habe. Der eigentliche Ursprung des Bildes ist also nicht etwa meine unsichere Haltung gegenüber dem Überweltlichen, sondern etwas viel Trivialeres: Ich bin in Frankreich auf einem schwarzen Stein in der Sonne gelegen. Wenn ich das aber so hinschreibe, bin ich allerdings ganz froh, dass ich dem Fragment etwas mehr Tiefe geben konnte 🙂

Fotos aus den Niederlanden

Von einem Kurztrip in die Niederlande habe ich diese Eindrücke mitgebracht. Viel Freude daran!

Neues Fragment: „Nachtwanderung“

Damit hat niemand gerechnet (und keiner hat darauf gewartet): Eine neue Kurzgeschichte! Oder besser gesagt – ein Fragment. Durch ihre Länge glänzen meine Erzeugnisse in letzter Zeit nicht gerade.

http://max.i-christis.net/german-w…/nachtwanderung-fragment/

Übrigens habe ich mein aktuelles Buchprojekt noch einmal über den Haufen geworfen. Allerdings gibt es bei jedem „Neustart“ mehr Material, dass ich wiederverwenden kann. Dementsprechend sehe ich der Zukunft dieses Romans positiv entgegen

Neue Kurzgeschichte: „Impromptu“

Auf den ersten Blick mag es widersprüchlich erscheinen, eine Geschichte über Vorbestimmtheit und strenge Form nach der freizügigsten Gattung der klassischen Musik zu benennen, aber andererseits wird gerade in Impromtus der Charakter der verwendeten Ideen besonders deutlich. Der Komponist kann ohne Rücksicht auf Formalien die Wirkung seiner Motive ehrlich und mitfühlend herausstellen. Hoffentlich schafft das auch meine Kurzgeschichte ^^

Impromptu (2018)

Im Anschluss am besten noch ein besonders raffiniertes Impromptu von Schubert: Impromptu Op- 90 No. 1