Tipps für’s Schreiben: Ultimate Collection

Hier gibt’s meine Tipps übers Schreiben in der praktischen Übersicht. Wie du siehst, folgen sie einer strengen Chronologie: Von den ersten Ideen übers leere Blatt bis zum vollen Blatt, dann zu den weiteren vollen (und zerrissenen) Blättern und dann… na ja. Ich hoffe, du hast etwas davon und kannst vor allem die Motivation mitnehmen, regelmäßig zu schreiben! Denn – gib’s zu – das solltest du eigentlich gerade tun, anstatt nach Tipps zu surfen 😉

Schreib-Tipp #10: Episch, pathetisch, nervtötend

Vielleicht hast du literarisch Großes vor. Eine weltbewegende Geschichte geht dir durch den Kopf, ein Höhepunkt mit Herzinfarkt-Risiko, eine Hauptfigur, die mehr Leid erfährt als Musikliebhaber in einem Pop-Konzert. Toll! Pass nur auf: Wenn du in der Überzeugung schreibst, deine Story werde den Leser zutiefst erschüttern und bewegen, erreicht dein Text wahrscheinlich das genaue Gegenteil: Langeweile. „Schreib-Tipp #10: Episch, pathetisch, nervtötend“ weiterlesen

Schreib-Tipp #9: Actio und Reactio

Wir sind uns hoffentlich einig, dass der Mensch mehr ist als die Summe seiner Taten. Dennoch sind sie in literarischen Texten ein tolles Mittel, um Menschen zu definieren – viel besser als Adjektive („Manchmal konnte er ein wenig zögerlich sein.“…). Wichtig ist es nur, Taten schlüssig in den Text einzugliedern. Eine Aktion allein ist da manchmal zu wenig.

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Schreib-Tipp #8: Nichts ist unmöglich… aber alles will erklärt sein.

Abstruse Geschichten und Charaktere begegnen uns nicht nur in Fantasy-Romanen. Nehmen wir doch den Hundertjährigen, der aus dem Fenster springt und mit seinen alten Knochen noch eine aberwitzige Weltreise überlebt. Oder den hypergelehrten Doktor, der Erdgeister beschwört und Teufelspakte schließt, weil ihm irgendwie langweilig ist. Das Schöne an Literatur ist eben, dass die Frage „Was wäre, wenn?“ keine dummen Antworten kennt. Nur zu kurz geratene. „Schreib-Tipp #8: Nichts ist unmöglich… aber alles will erklärt sein.“ weiterlesen

Schreib-Tipp #7: Schreib‘ durch die Kamera!

Atmosphäre erzeugt man durch Sinneswahrnehmungen. Ist ja irgendwo logisch. Weil Buchseiten weder riechen noch klingen noch Bilder zeigen (außer natürlich in Bilderbüchern), müssen die Eindrücke im Kopf des Lesers entstehen. Vor allem im Visuellen kann es schwierig sein, harmonische Bilder zu erzeugen, weil viele Sätze und Handlungen sich zu widersprechen drohen. Ein Beispiel:

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Schreib-Tipp #6: Von trockenen Sätzen und Wort-Ballast

„Es war eine schöne Nacht. Viele glitzernde Sterne standen am schwarzen Himmel. Warmer Wind blies sanft in das rauhe, gezeichnete Gesicht des alten Mannes, als er aufblickte. Sein hölzernes Boot wippte leicht auf und ab, wann immer es von einer der kleinen Wellen erfasst wurde.“

Mal ehrlich: So bekommt jeder einen Roman voll. Nur wird der nach wenigen Seiten stöhnend weggelegt. Irgendwie erfüllen die vielen Wörter also nicht ihren Zweck – eigentlich sollten davon doch die schwachen Nomen und abstrakten Verben interessanter werden? Viele Menschen schmücken ihre Texte intuitiv auf diese Weise. Die Adjektive, Adverben und sonstigen Ballast-Wörter sind „Schreib-Tipp #6: Von trockenen Sätzen und Wort-Ballast“ weiterlesen

Schreib-Tipp #5: Die Kunst, (nicht zu früh) loszulassen

Nachdem deine kritische Seite beim Anfertigen des ersten Entwurfes mal Pause machen durfte (oder dazu gezwungen wurde), ist sie bei der Überarbeitung wieder voll gefragt. Du verbesserst dich unermüdlich durch das Buch, verwirfst Schlechtes, liest erfreut auch Gutes und bist irgendwann durch. Leider kann das Buch jetzt immer noch nicht zum Druck, denn: es geht noch besser.

Wie viele Fassungen du schreiben solltest, ist absolut individuell. Eine ist immer zu wenig, zwanzig können schon zu viel sein. Auch, ob du den Text jedes Mal neu schreiben willst oder „Schreib-Tipp #5: Die Kunst, (nicht zu früh) loszulassen“ weiterlesen